Bedingungen, Befristungen und Auflagen in einem Testament
Beispiele für gültige Bedingungen, Befristungen und Auflagen:
- Bedingung:
"Mein Sohn erhält mein Wertpapierdepot, wenn er sein Jusstudium abschließt." - Befristung:
"Meine Tochter erhält mit ihrem 25. Geburtstag meinen gesamten Schmuck." - Auflage:
"Mein Erbe hat für die Bestattung im Familiengrab am Hernalser Friedhof aufzukommen und für die Grabpflege auf Friedhofsdauer Sorge zu tragen."
Bei Nichterfüllung der Auflage verliert die/der Bedachte die Zuwendung. Es ist sinnvoll, eine Auflageberechtigte/einen Auflageberechtigten einzusetzen, die/der die Erfüllung der Auflage einklagen kann.
Es gibt aber auch unverständliche, gesetz- oder sittenwidrigeBedingungen, wie z.B.
- Eine bestimmte Person darf nicht heiraten oder
- Eine bestimmte Person darf nur jemand Bestimmten heiraten
Derartige Bedingungen gelten ebenso als nicht beigesetzt wie gänzlich unverständliche oder sinnlose Bedingungen. Das Testament bleibt aber trotzdem gültig.
Es empfiehlt sich, den Rat einer Notarin/eines Notars (ÖNK) oder einer Rechtsanwältin/eines Rechtsanwalts (ÖRAK) einzuholen, da bei unüberlegt beigesetzten Klauseln leicht die Gültigkeit des letzten Willens vereitelt werden kann.
- oesterreich.gv.at-Redaktion
- Österreichische Notariatskammer
